21. Oktober 2018 um 16.00: „TraumesHeimat“, das dokumentarische Theaterstück nach Biografien russlanddeutscher Einwanderer

Regie und Dramaturgie: Natascha Bondar
Schauspiel: Michal Florczyk, Julia Gorr, Georg Haubner, Eugen Knecht, Alexandra Pyatkova, Elizabeth Rudi
Musik: Bernd Eichler und Rainer Waldow (Die Windbeutel)
Videocollage: Evgenija Rybakova Kostümdesign: Milana Bukharova

Nach Biografien von Dr. Anton Bosch, Albert und Nelle Konstanz, Willy Muntaniol, Lydia Rudi und Valentina Schmidt

Eintritt: 10€

Die Plätze sind begrenzt, deshalb bitten wir um Vorbestellungen unter reservierung@traumesheimat.de mit Angabe des Datums und der Anzahl der Tickets oder telefonisch unter (030) 44308175
 
 
Sie legen Tausende Kilometer zu Fuß, trotzen den harten Wintern und bauen fern ihrer Heimat, in welcher ein jahrelanger Glaubenskrieg und Hunger herrschte, eine neue Existenz auf. Sie wurden von einer mächtigen Frau eingeladen, die ihnen Land und viele Freiheiten versprach. Es ist 1770 und diese Menschen verlassen gerade Mitteleuropa, um im Osten des Kontinents ganz von Vorn anzufangen. Sie sprechen viele verschiedene Dialekte und ein Deutschland, zu dem sie sich später zugehörig fühlen werden, gibt es noch nicht. Erst an der Wolga angekommen, werden sie zu „den Deutschen“, ihre Identität wird ab jetzt durch ihre fremdartige Sprache und Kultur geprägt, inmitten des russischen Zarenreiches. Das Land, welches sie freundlich aufnahm veränderte sich drastisch, Revolution, Kollektivisierung und Hunger, Zweiter Weltkrieg, Deportation und Arbeitslager.
Ein Leidensweg nahm seinen Lauf…
 
Das Theater Lieder und Worte unter der Leitung von der Regisseurin Natascha Bondar begibt sich auf die Spurensuche der Nachfahren dieser Menschen. 2016 besuchten sie gemeinsam mit deutschen und russischen Jugendlichen die deutschen Siedlungsgebiete in Sibirien, der Region Altay. Es entstand der kurze Dokumentarfilm «Auf den Spuren der Deutschen in Russland», welcher am selben Abend, nach dem Stück gezeigt wird.
Für das Stück «TraumesHeimat» wurden Interviews mit Deutschen aus Russland in vielen Städten der Bundesrepublik geführt, um die Geschichte derer zu erzählen, die wieder zurückgekommen sind. Es wird nicht nur die Geschichte einer Auswanderung erzählt, sondern auch die der Einwanderung nach mehr als 250-jähriger Abwesenheit. Die Regisseurin Natascha Bondar setzt ein Mosaik aus Biografien, authentischer traditioneller Musik, Filmaufnahmen und Bildcollagen und erschafft somit ein polyphones Bild, um der Wirklichkeit dieser Menschen näher zu kommen.
 
Gesponsert von HORIZON FOUNDATION aus Niederlanden und der STIFTUNG ZEITFOKUS
Unterstützt durch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Club Dialog e.V.,
Lyra e.V. und die Jugendorganisation der LMDR Berlin-Brandenburg